Winkelfehlsichtigkeit


Winkelfehlsichtigkeit


Die Winkelfehlsichtigkeit ist ein unkorrigierter Abbildungsfehler eines Augenpaares.

(Eine Abweichung vom idealen Sehen)
Die Winkelfehlsichtigkeit ist keine Krankheit.
Für perfekt funktionierenes beidäugiges Sehen, sollten sich beide Augen auf das anzublickende Objekt anstrengungsfrei ausrichten lassen. Jedes Auge wird von sechs leistungsfähigen Augenbewegungsmuskeln gehalten und vom Gehirn gesteuert.

Unser Gehirn muss insgesamt zwölf Augenmuskeln beim Sehen koordinieren und die aus beiden Augen empfangenen Seheindrücke zu einer vernünftigen Wahrnehmung verschmelzen (Fusion).

Gelingt das - für den Sehenden - nicht zufriedenstellend, so liegen beidäugige Bildlagefehler vor!
Dadurch würden - eigentlich - Doppelbilder entstehen.
Da Doppeltsehen aber gegen die Erfahrung eines Menschen spricht, gibt das Hirn Impulse zum ausgleichenden "Gegensteuern" ("kompensieren").
Dieses Gegensteuern und Ausgleichen verbraucht enorm viel Kraft und Energie, die dem Organismus an einer anderen Stelle fehlen kann.


Auffälligkeiten einer Winkelfehlsichtigkeit können z.B sein:

  • Anstrengungsbeschwerden z.B. Kopfschmerzen, Augenschmerzen                   
  • Verspannungen / Schmerzen meist im Nacken-, Schulter- und Rückenbereich
  • Kopf- und Körperschiefhaltung als Verhaltensweise, auch unbewusst
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • häufige Müdigkeit / Unlust
  • Lichtempfindlichkeit, Blendung
  • anstrengendes Sehen trotz Brille
  • Entfernungen schwer einschätzbar beim Autofahren
     ...und einiges mehr


Mit einer von uns angefertigten Brille mit Prismen kann dieser Bildlagefehler ausgelichen werden. Mit einem zusätzlichen individuellen Visualtraining haben Sie die bestmöglichen Voraussetzungen für das angenehmste Tiefensehen / Stereosehen.

Verschiedene Qualitätsstufen des Sehens

  • Monokuarsehen            -> einäugiges Sehen
  • Alternierendes Sehen   -> abwechselndes Sehen (rechtes Auge und linkes Auge im Wechsel)
  • Simultansehen             -> beide Seheindrücke der Augen vorhanden, ohne Fusion
  • Fusion                         -> Binokularsehen, ein verschmolzenes Bild beider Seheindrücke
  • Stereopsis                   -> bestmöglichstes Binokularsehen, ein verschmolzenes Bild beider    Seheindrücke  inkl. räumliches Sehen

Die Messung beinhaltet je nach Alter und Aufgabenstellung verschiedene, auf Sie - oder ihr Kind - abgestimmte Tests. Es wird ermittelt auf welchem Stand sich das binokulare Sehen - also das Erlebnis, mit beiden Augen zu sehen - befindet. Es empfiehlt sich aufgrund dieser Messungen eine Brille mit definierter prismatischer Zusatzwirkung dauerhaft zu benutzen. Die Wirkung ergänzt die Abbildung der Augen, um eine möglichst perfekte - und dadurch erstmals normale - Sehsituation herzustellen.


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